Antrag: Mensa Sonnentauschule

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellt einen Antrag in der Stadtverordnetetenversammlung zum Thema Mensa Sonnentauschule

Beschlussempfehlung: 

Der Magistrat wird beauftragt, die Situation und Planungen an der Sonnentauschule nach aktuellem Stand in einem schriftlichen Bericht bis Ende August darzulegen und dabei auf folgende Punkte einzugehen:

  1. Wie  viele  Kinder  nehmen  am  Mittagstisch  teil  und  wie  hoch  ist  der  Essensbeitrag?
  2. Wie  hoch  ist  der  Bedarf  nach  einem  Mittagstisch  in  einer  Grundschule  dieser  Größe?
  3. Welche  Folgen  hätte  ein  Mensaneubau  für  die  städtischen  Horte?
  4. Ist  der  Planentwurf  für  eine  kleine  Kantine  technisch  und  fachlich  realisierbar?
  5. Wie  lassen  sich  eigentumsrechtliche  Fragen  mit  dem  Kreis  klären?  Sind  die  Lösungen  anderer Kreiskommunen  übertragbar?

Begründung:  

Die Situation an der Sonnentauschule ist hinsichtlich des Mittagstisches unzureichend.  Ein Mensa-
Neubau auf dem Schulgelände würde nach Aussage von Rektor Mischa Sendelbach knapp über eine Million Euro kosten. Früher gab es die „Zwei Drittel/ein Drittel-Lösung“, also eine Kostenteilung zwischen Kreis und Stadt. Heute muss jede der 13 Kreiskommunen alles bezahlen, wenn sie Betreuungsbauten für die Grundschulen errichten will und bekommt kein Geld vom Kreis.

Der Grund:
Der Kreis hat wegen der hohen PPP-Kosten für die Sanierung seiner 90 Schulen kein Geld mehr (siehe Presse-Berichte in der letzten Woche). Außerdem gibt es eigentumsrechtliche Fragen zwischen Kreis und Kommunen zu klären. Andere Kreiskommunen bauten auf Gelände, welches dem Kreis gehört mit eigenem Geld, wie in Dietzenbach – einer Kommune, die unter dem sog. Rettungsschirm steht.

Die Sonnentauschule ist die einzige der vier Schulen im Modellprojekt „Begabungsgerechte Schule“ ohne den Status „Ganztagsschule“. Der Kreis hat den Antrag auf Ganztagsschule wegen fehlender Voraussetzungen nicht an  das  Land  weiter  geleitet.  Die  Sonnentauschule  hat  erst  jüngst  die Genehmigung erhalten, weiterhin am Modell „Begabungsgerechte Schule“ teilzunehmen. Doch ohne Mensa lässt sich das nicht gut umsetzen.

Für den Mensaneubau erstellte ein Obertshausener Architekturbüro vor Jahren einen Entwurfsplan mit einer kleinen Lösung. Planungskosten wurden dafür in den städtischen Haushalt eingestellt.

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