Antrag: Solarstadtplan

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellt einen Antrag in der Stadtverordnetetenversammlung zum Thema Solarstadtplan

Beschlussempfehlung:

  1. Mit dem Ziel, die Anzahl der Solaranlagen im Stadtgebiet zu erhöhen, wird das Internetangebot der Stadt um einen Solarstadtplan erweitert.
  2.  Der Solarstadtplan ist eine interaktive Internetplattform, auf der Bürgerinnen und Bürger freiwillig Angaben über ihre Solarthermie- bzw. Photovoltaikanlage eintragen können.
  3. Mit Bauträgern sind Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen.

Begründung:

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Erneuerbarer Energie, Energieeinsparung und Energieeffizienz die Energiewende zu schaffen. Die großen Ziele müssen auch vor Ort umgesetzt werden. Der Solarstadtplan ist dabei ein kostengünstiges Mittel, Informationen zu verbreiten, Nachahmungseffekte zu erzielen und das Stadtimage zu verbessern. Nach Aussagen der Stadt Rüsselsheim kostete die Einführung der Internetplattform „Solarstadtplan“ ca. 1.500 €. Andere Städte erwägen derzeit in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften die Einführung dieses Informationspools für erneuerbare Energien.

Aus der Beschreibungen der Stadt Rüsselsheim wurden folgende Erklärungen entnommen und angepasst für Obertshausen.

Was ist der Solarstadtplan?

Der Solarstadtplan ist eine interaktive Internetplattform, welche unter solarstadtplan-obertshausen.de zu finden ist. Auf dieser Homepage sind auf dem Stadtplan von Obertshausen die Standorte von Photovoltaikanlagen eingetragen. Die interaktive Karte verfügt über eine Suchfunktion, so dass straßengenau Anlagen gefunden werden können. Zu den meisten der aufgeführten Photovoltaikanlagen sind weitergehende Informationen hinterlegt: Leistung, Jahr der Inbetriebnahme, Installateur, Hersteller der Module, Modultyp, Fabrikat, Wechselrichter. Zudem sind in der Regel die Kontaktdaten des Anlagenbetreibers aufgeführt. Außerdem sind auf der Homepage weiterführende Information rund um die Solarenergie zu finden. Wer sich dort als Betreiber einer Photovoltaikanlage angemeldet hat, erhält, wenn er möchte, einen persönlichen Zugang zum Solarstadtplan, um seine Daten bei Bedarf zu ändern oder zu ergänzen oder auch Fotos hoch zu laden.

Was soll der Solarstadtplan?

Der Solarstadtplan will aufzeigen, wie viele Menschen in Obertshausen bereits die Kraft der Sonne nutzen und wo es überall in Obertshausen bereits Photovoltaikanlagen gibt. Er möchte dazu ermuntern, dass sich noch mehr Menschen mit dieser umweltfreundlichen Form der Energiegewinnung beschäftigen, und sie unterstützen, damit sie selbst eine solche Anlage bauen lassen oder sich an der Finanzierung beteiligen. Der Solarstadtplan bietet die Möglichkeit, Informationen abzurufen und sich mit anderen auszutauschen: Jeder kann mit Besitzern von Photovoltaikanlagen Kontakt aufnehmen, um Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen.

Wie kann man beim Solarstadtplan mitmachen?

Jeder, der in Obertshausen eine Photovoltaikanlage betreibt oder sich an einer Anlage beteiligt, ist herzlich eingeladen, beim Solarstadtplan mitzumachen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage entscheidet selbst, welche Daten zur Anlage und zu seiner Person veröffentlicht werden. In den Kundenzentren und auf der Homepage der Stadtwerke liegt der Vordruck zur Einverständniserklärung bereit. Jeder, der als sogenannter EEG-Einspeiser seine neue Photovoltaikanlage bei den Stadtwerken anmeldet, erhält den Vordruck zur Einverständniserklärung automatisch.

Wir bitten um Zustimmung.

—————————————————————–

(Antrag aus der 9. Legislaturperiode vom 16. Juni 2011)

—————————————————————–

Nachbetrachtung (ger, 12.07.2019) – Die Grünen Obertshausen hatten bereits 2011 einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung gestellt, einen Solarstadtplan aufzustellen. Damals wurde dieser Antrag von den politischen Mitbewerbern abgelehnt. Heute gibt es für ganz Hessen ein Solarkataster – allerdings mit Satellitenbildern aus 2013. Für jede Kommune und jedes Haus lässt sich da anschauen, ob sich eine Solaranlage lohnen würde. Aufgrund der neuerlichen Diskussion in „Politik für Obertshausen“ auf Facebook und weil das Solarkataster nicht alle kennen, hier ein Ausschnitt aus einem Wohnviertel in unserer liebenswerten Kleinstadt. Die rote Farbe auf der Karte gibt an, dass und auf welchen Dächern sich Solaranlagen lohnen würden. Man erkennt, dass sich bei uns noch einiges für den Klimawandel und das eigene Portemonnaie machen ließe.

Hier der Link zum Hessischen Solarkataster

https://www.gpm-webgis-13.de/geoapp/frames/index_ext.php?gui_id=hessen_02&fbclid=IwAR1oW-f_Ul-uReQfhXng-uEEQWDZx67lsg990-FHdKA52OBnRXRrciSU1oU

 

Verwandte Artikel